RFID Glossar
Dieses Glossar erklärt Begriffe zum Thema berührungslose Identifikation mit RFID.
Beim Klick auf einen Buchstaben in der Übersicht finden Sie dazu passende Begriffe und Erläuterungen.
Ob AIM, Barcode, EPC, HF, Lesegerät oder RFID Hardware - für alle Abkürzungen und Begriffe rund um Identifikation finden Sie hier die Erklärung.
A
- Agile Reader
-
RFID-Reader bzw. RFID-Lesegerät, das mit mehreren Frequenzen arbeitet.
- AIM
-
Industrieverband für Automatische Identifikation, Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation mit Sitz in Lampertheim.
- Aktiver Transponder
-
RFID Transponder mit eigener Stromversorgung in Form einer Batterie bezeichnet man als aktive Transponder. Sie haben eine deutlich höhere Lesereichweite als passive Transponder, sind aber um ein vielfaches teurer.
- Antenne
-
Die Antenne ist Bestandteil eines RFID Systems. Sie sorgt für die Verstärkung und somit Übertragung der Funksignale vom Lesegerät zum Transponder und umgekehrt. Eine Antenne kann als eigenständige Komponente im RFID System enthalten oder im RFID Lesegerät integriert sein.
- Antikollision
-
Antikollision beschreibt ein Verfahren, um Transponder nacheinander anzusprechen. Dies soll eine Kollision der Daten beim Empfang durch das Lesegerät verhindern, die bei gleichzeitiger Transponderansprache entstehen würde.
- ASC-I1
-
Ein eigenständiges Protokoll für RFID Hardware, das von Brooks Automation konzipiert wurde.
- Auto-ID
-
Automatische Identifikation und Datenerfassung. Mit Auto-ID werden Technologien bezeichnet, die Gegenstände automatisch identifizieren. RFID ist eine dieser Technologien.
B
- Barcode
-
Barcode ist eine standardisierte optoelektronische Schriftart, die sich aus verschieden breiten Balken aufbaut. Sie ist eine Auto-ID-Technologie und wird auch als Strichcode bezeichnet.
- BDE
-
Betriebsdatenerfassung
- Beacon
-
Beacon ist ein aktiver RFID-Tag, der sich in vordefinierten Intervallen aktiviert und seinen Inhalt sendet.
E
- EAN
-
International Article Number, früher European Article Number
Die EAN ist eine standardisierte Kennzeichnung für Handelswaren und besteht aus 8 oder 13 Ziffern. Sie wird größtenteils als Barcode auf den Waren angebracht. - EAS
-
Electronic Article Surveillance, Elektronische Artikelsicherung, Diebstahlsicherung
EAS arbeitet mit sog. 1-Bit-Transpondern, die lediglich die Information "vorhanden" oder "nicht vorhanden" senden. - EPC
-
Electronic Product Code
Standardisierte Kennzeichnung von Objekten mittels RFID-Technologie, ähnlich dem EAN bei Barcode - EPC Global
-
Eine Organisation, die weltweit Standards zur Nutzung der RFID-Technologie entlang der Handelskette entwickelt
F
- Faradayscher Käfig
-
Der Faradysche Käfig wurde von dem englischen Physiker Michael Faraday entdeckt. Der Innenraum einer in sich geschlossenen Hülle aus elektrischen Leitern (z.B. Metall) ist vor elektromagnetischen Wellen geschützt. Metall wirkt somit auf RFID Strahlen abschirmend.
- Frequenz
-
Damit werden Teilbereiche des elektromagnetischen Spektrums bezeichnet. RFID-Lesegeräte arbeiten in verschiedenen Frequenzen, was u.a. Auswirkungen auf Lese- und Schreibreichweiten hat.
G
- Gate
-
Als Gate bezeichnet man ein RFID-System, das als Tor angeordnet ist. Es wird häufig zur Warenerkennung in der Supply Chain oder bei Veranstaltungen zur Personenerfassung benutzt.
- Gateway
-
Mittels eines Gateways können Geräte, die verschiedenen Protokolle nutzen, miteinander kommunizieren.
- Geschlossenes System
-
Ein geschlossenes System beschreibt einen RFID-Kreislauf, bei dem alle Transponder innerhalb des Kreislaufes verbleiben und diesen nicht verlassen.
- GTAG
-
Global Tag
H
- Handheld Lesegerät
-
siehe Handheld Reader
- Handheld Reader
-
Damit wird ein tragbares RFID-Lesegerät bezeichnet, Brooks Automation bietet tragbare Handheld-Reader mit Kabelverbindung oder schnurlos an.
- HF
-
Diese Abkürzung steht für die Hochfrequenz-Technologie, die die Frequenz 13,56 MHz nutzt.
I
- Inlay
-
Als RFID-Inlay bezeichnet man einen Microchip sowie eine Antenne, die auf einer Folie aufgebracht werden. Diese Inlays werden von Herstellern zu Etiketten oder Aufklebern weiterverarbeitet.
- Item-Level-Tagging
-
Dieser Begriff steht für die Kennzeichnung von Waren auf Artikelebene. Zum Beispiel wird auf einer Palette jeder einzelne Joghurtbecher mit einem RFID-Transponder versehen.
J
- JIT
-
Just in time
L
- Laundry Tag
-
Damit wird ein Transponder bezeichnet, der für Wäschestücke konzipiert ist.
- Lesegerät
-
siehe RFID Reader
- Leserate
-
Dies ist die maximale Geschwindigkeit, mit der ein Transponder ausgelesen wird. Die Leserate wird in Bits oder Bytes pro Sekunde definiert.
- Lesereichweite
-
Lesereichweite bezeichnet die Distanz, die ein RFID-Lesegerät zu einem Transponder überbrücken kann, um dessen Daten auszulesen.
- LF
-
Diese Abkürzung steht für Low Frequency oder Niedrigfrequenz-Technologie, die Frequenzen von 125 kHz und 134,2 kHz nutzt.
M
- Mobile Lesegeräte
-
Als mobil werden Lesegeräte bezeichnet, die nicht fest in Anlagen eingebunden sind und getragen werden können. Sie sind mit und ohne Verkabelung erhältlich.
Gegenteil: Stationäre Lesegeräte - Modulationsverfahren
-
Die bekanntesten Modulationsverfahren sind die Amplitudenmodulation (AM) und die Frequenzmodulation (FM), welche auch bei der RFID-Technologie Anwendung finden. Dabei wird ein Nutzsignal auf ein so genanntes Trägersignal aufmoduliert bzw. verändert das Nutzsignal das Trägersignal, damit eine Übertragung des Nutzsignals über das Trägersignal möglich wird. Die Rückgewinnung geschieht am Empfänger durch einen Demodulator. Auf diese Weise kann man sowohl analoge als auch digitale Signale übertragen.
- Multiplexer
-
Bei einem Multiplexer handelt es sich um ein Selektionsschaltnetz. Aus einer definierten Anzahl von Eingängen wird mittels einer analogen oder digitalen Schaltung ein Eingang ausgewählt und an einen definierten Ausgang durchgeschaltet.
N
- NFC
-
Near Field Communication
O
- OEM Modul
-
Mit OEM-Modul wird ein kleiner RFID-Baustein bezeichnet, der in Produkte einbaut wird und diese um RFID-Funktionalität erweitert. Brooks Automation bietet ein OEM-Modul in den Frequenzen LF, HF und UHF.
- Offenes System
-
Ein offenes System beschreibt einen RFID-Kreislauf, bei dem die Transponder den Kreislauf verlassen und nicht im Prozess verbleiben.
P
- Passiver Transponder
-
RFID Transponder, die keine eigene Stromversorgung haben, werden als passiv bezeichnet. Sie erhalten ihre Sende- und Speicherfähigkeit durch das elektromagnetische Feld des Lesegeräts. Das Signal des RFID-Readers wird in Energie umgewandelt.
- PDA
-
Personal Digital Assistant
Damit wird ein tragbarer kleiner Computer mit umfangreichen Funktionen bezeichnet. Über standardisierte Steckkartenplätze kann ein PDA mit einer RFID-Karte zu einem Lesegerät aufgerüstet werden. - POS
-
Point of Sale(s)
Brooks RFID Division rüstet POS-Terminals mit RFID-Hardware aus und macht sie so interaktiv. - Protokoll
-
Das Protokoll ermöglicht die Kommunikation zwischen RFID Lesegerät und Transponder. Es ist sozusagen die gemeinsame Sprache der beiden Komponenten.
- Pulkerfassung
-
Pulkerfassung bezeichnet die gleichzeitige Erfassung mehrerer Transponder durch ein Lesegerät. Dies ist nicht bei allen Frequenzen möglich. Siehe auch Antikollision
R
- Reader
-
siehe RFID Reader
- RFID
-
RFID steht für Radio Frequency Identification oder Radiofrequenz Identifikation. Der Begriff umschreibt das berührungslose Auslesen und Beschreiben eines Datenträgers mithilfe der Funktechnologie.
- RFID Hardware
-
RFID Hardware wird als Überbegriff für RFID Komponenten wie Lesegeräte, Antennen und Zubehör verwendet.
- RFID Lesegerät
-
Erklärung siehe RFID Reader
Funktionsweise RFID Lesegerät - RFID Produkte
-
siehe RFID Hardware
- RFID Reader
-
Mit RFID Reader wird ein Lesegerät bezeichnet, das Daten berührungslos aus einen Informationsträger ausliest und diesen auch beschreiben kann. Die Geräte sind als stationäre oder mobile Versionen erhältlich und erzeugen unterschiedliche Lese- und Schreibreichweiten.
S
- Scanner
-
Mobile RFID-Lesegeräte werden manchmal auch als Scanner - in Anlehnung an den Barcodescanner - bezeichnet.
- Schreibreichweite
-
Schreibreichweite bezeichnet die Distanz, die ein RFID-Lesegerät zu einem Transponder überbrücken kann, um diesen mit Daten zu beschreiben.
- SCM
-
Supply Chain Management
Koordination der Vorgänge innerhalb der Warenkette angefangen vom Lieferanten bis zum Verbraucher mit dem Ziel Kosten und Lieferzeiten niedrig zu halten. - Sensor
-
Ein Sensor ist ein elektronisches Bauteil, das physikalische Eigenschaften, z.B. der Umgebung, in ein elektronisches Signal umwandeln kann.
- Smart Card
-
Als Smart Card wird eine Chipkarte, also eine Plastikkarte mit eingebautem Chip bezeichnet. Die Karten können Speicher oder Prozessorchips enthalten. Die RFID-Technologie nutzt die sog. Kontaktlosen Chipkarten, deren Daten berührungslos ausgelesen werden.
- Smart Tag
-
Mit Smart Tags werden oftmals RFID-Transponder bezeichnet siehe Transponder.
- Stationäre Lesegeräte
-
Als stationär werden RFID Lesegeräte bezeichnet, die fest in die vorhandene Infrastruktur montiert werden. Diese können nicht umhergetragen werden.
Gegenteil: Mobile Lesegeräte
T
- Tag
-
siehe Transponder
- Tagging
-
Tagging steht für Kennzeichnen oder Etikettieren
engl. to tag = etikettieren - Tracking
-
Mit Tracking wird die Nachverfolgung eines Gegenstandes bezeichnet. Dies kann ein Paket während des Versand oder auch ein Produkt während des Herstellungs- und Lagerprozesses sein.
- Transponder
-
Der Begriff Transponder setzt sich aus den englischen Worten Transmitter (Sender) und Responder(der Antwortende) zusammen. Er wird auch oft "Tag" genannt. Ein Transponder besteht aus einem Microchip und einer Antenne, die in einem Gehäuse wie etwa einem Glasstab oder Etikett integriert sind. Transponder sind in unterschiedlichen Bauformen und Größen erhältlich.
- Transponder Lesegerät / Reader
-
siehe RFID Reader
U
- UHF
-
Diese Abkürzung steht für die Ultrahochfrequenz-Technologie, die kontinentabhängig die Frequenzen von 433 MHz bis 950 MHz nutzt.
W
- WLAN
-
Wireless Local Area Network bezeichnet ein drahtloses lokales Netzwerk. Daten werden "kabellos" nach bestimmten Standards übertragen.
Z
- Zugangskontrolle
-
siehe Zutrittskontrolle
- Zutrittskontrolle
-
Eine Zutrittskontrolle regelt den Zugang von Personen in Gebäude oder definierte Abschnitte. RFID ist eine Technik, die dafür verwendet wird. Personen wird mittels eines Transponders zeitlich und räumlich festegelegter Zugang eingeräumt.