Kennzeichnung und Identifikation von Werkzeug
RFID Projekt Werkzeug: RFID-gestützte Werkzeugausgabe in einem großen Dampfkraftwerk
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Auf einen Blick...
- Kennzeichnung der Werkzeuge mittels Transponder
- Verbuchung über ein RFID Handlesegerät mit USB-Anschluß
- Schnellere Buchungsvorgänge
- Kürzere Wartezeiten
Verwendete RFID Technik
- Frequenz 13,56 MHz (HF)
- RFID Disk Transponder 13,56 MHz
- RFID Lesegerät HF40 THR
Die Herausforderung
Ein rheinisches Dampfkraftwerk verfügt über einen großen Bestand an Werkzeugen, die von den Mitarbeitern für anstehende Arbeiten ausgeliehen werden können. Im Bestand finden sich unterschiedliche Werkzeuge, angefangen von Steckschlüsseln bis hin zu größeren Elektrogeräten.
Der Verleih der Werkzeuge erfolgt im Augenblick nach einem manuell dokumentierten System. Der Mitarbeiter hinterlegt in der Ausgabestelle seine persönliche Prägemünze und erhält daraufhin das benötigte Werkzeug. Zusätzlich dazu wird sein Name und die Ausleihzeit schriftlich erfasst.
Diese Handhabung gestaltet sich sehr aufwendig, deshalb wurde nach einem praktikableren und vor allem zeitsparenden System gesucht.
Abhilfe schafft der Einsatz der RFID-Technologie (Radio Frequenz Identifikation), mit der die ausgegebenen Werkzeuge automatisiert dokumentiert und dem Mitarbeiter zugeordnet werden.
Die Umsetzung
Im letzten Jahr startete im Kraftwerk ein Pilotprojekt zur elektronischen Verwaltung der Werkzeugausgabe. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurde getestet, ob die RFID-Technologie) sich zur Erfassung von Werkzeugen im Kraftwerksbereich eignet. Da RFID noch in keinem deutschen Kraftwerk im Einsatz ist, gab es hierzu bislang keine Erfahrungswerte.
Der Projektleiter: „Der Pilot sollte Erkenntnisse sammeln, ob die RFID-Technologie im Kraftwerksumfeld realisierbar ist und wie sich Einflussfaktoren wie Magnetfelder, Temperaturen, Erschütterungen und Schmutz auf die Anwendung auswirken.“
Für den Testlauf im Kraftwerk wurden etwa 50 Werkzeuge, von Elektrogeräten über Drehmomentschlüssel bis hin zu Stichsägen, mit RFID Transpondern ausgestattet. Verwendet wurden HF Transponder in Scheibenform mit einer Montageöse. Mittels dieser Öse wurden die Transponder mit Kabelbindern an den einzelnen Werkzeugen befestigt. Durch diese lose Befestigungsart konnten auch eventuelle Leseprobleme aufgrund einer direkten Montage auf Metall umgangen werden.
Die Verbuchung der Werkzeuge übernimmt ein Handlesegerät, das über USB-Anschluß mit dem Buchungs-PC verbunden wurde. Einmal im System eingebucht, wurden noch die Daten des ausleihenden Mitarbeiters vermerkt und der Buchungsvorgang war abgeschlossen. Die Werkzeugausgabe konnte nun automatisch und zeitsparend werden, was von den Mitarbeitern positiv aufgenommen wurde.
Auch die Umgebungsbedingungen im Kraftwerk konnten der RFID-Technologie nichts anhaben. „Die RFID-Chips haben sich als sehr robust und zuverlässig erwiesen und stellen damit eine gute Möglichkeit zur Optimierung von Werkzeugverwaltung und -ausgabe dar“, fasst der IT-Koordinator des Kraftwerks den Erfolg des Testlaufs zusammen.
Fazit
In den nächsten Monaten wird geprüft, ob sich der Einsatz von RFID auch an anderen Standorten realisieren lässt. Für die Anforderungen des Karlsruher Kraftwerks jedenfalls ist RFID hervorragend geeignet, so dass die Anwendung auf den kompletten Werkzeugbestand ausgeweitet wird.


