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Korrekte Rezeptur für Lebkuchen

RFID Projekt Nahrungsmittel: Überwachung der Teigmischungen für die Lebkuchenherstellung

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Auf einen Blick...

  • Kennzeichnung der Mischbehälter
  • Rezepturversand an Transponder
  • Anzeige des Rezeptur auf Display
    an der Befüllstation
  • Fehlerreduzierung durch RFID

RFID Frequenz 134,2 kHz (LF)

Die Herausforderung

Längst vorbei die Zeiten, in denen der Teig für Lebkuchen noch von redlichen Weihnachtsgehilfen per Hand geknetet wurde. Die Großproduktion hielt auch in der Bäckerkunst ihren Einzug.

In der Lebkuchenfertigung der Firma Schmidt in Nürnberg werden die Teigmischungen in kesselartige Transportbehälter auf Rollen von Mitarbeitern zu den jeweiligen Abfüllstationen geschoben, an welchen den Teigmischungen in den Behältern die einzelnen Zutaten beigefügt werden. Aufgabe der Mitarbeiter ist es, die jeweils passenden Behälter zur korrekten Station zu bewegen und die Ingredienzien nach Rezept zu dosieren.

Die Herstellung verschiedener Lebkuchensorten läuft dabei parallel. Ungenaue Dosierungen oder mehrmaliges Hinzufügen einzelner Bestandteile führt zum Ausschuss der Charge, denn gerade in der Lebensmittelherstellung ist die Einhaltung der Rezepturen unabdingbar für eine gleichbleibend hohe Qualität des Produktes.

Die Umsetzung

Ein Identifikationssystem auf Basis beschreibbarer RFID Transponder minimiert die Fehlerquote, ohne die Herstellung vollständig zu Automatisieren. Auch der Ersatz bestehender Anlagen durch neue ist nicht erforderlich.
Transpondertechnik eignet sich optimal für den Lebensmittelbereich, da Verschmutzungen keinen Einfluss auf die Funktion haben.

Am Beginn der Produktionskette bekommt der am Behälter befestigte Transponder vom System die jeweilige Charge mitgeteilt. Der Mitarbeiter begleitet den Wagen dann wie bisher durch die einzelnen Produktionsschritte, an welchen die auf dem Transponder gespeicherten Daten mittels fest montiertem Lesegerät oder durch mobile Handterminals ausgelesen werden.

Ein zentraler Rechner, mit dem alle Lesestationen und Terminals verbunden sind, verarbeitet diese Daten und sendet dann Informationen für den Bedienenden auf ein Display an der entsprechenden Zufüllstation. Dieser erhält so die nötigen Informationen zu seiner Charge. Dadurch wird sichergestellt, dass immer die richtige Zutat ausgewählt wird. Zur Kontrolle der Zutatenmenge sind unter einigen Füllstutzen Waagen integriert, auf die der Mitarbeiter den Transportbehälter rollt.

Die Anlagensteuerung kann das problematische Abmessen der chargenspezifischen Zutatenmenge nun automatisch erledigen. Somit gehören Falschbefüllungen und kesselweiser Ausschuss der Vergangenheit an.