FTS - Fahrerloses Transportsystem - Kennzeichnung der Transportcontainer
- Identifikation an Verteilungspunkten
- Automatische Verteilung der Güter
- Variables und zuverlässiges System
- Reduzierte Standzeiten
- Optimierter Logistikprozess
Verwendete Frequenz: 13,56 MHz
Jedes Klinikum oder Krankenhaus birgt ein komplexes Versorgungssystem in sich, welches die verschiedenen Bereiche täglich mit Medikamenten, Wäsche oder Essen beliefert. Die transportierenden Container durchfahren das Krankenhaus nach individuellen Routen und legen auf ihren Fahrwegen sogar Zwischenstopps ein. Manuell ist die Steuerung dieses Systems undenkbar, weshalb fahrerlose Transportsysteme (FTS) die Container automatisiert durch das Krankenhaus schleusen. An bestimmten Punkten, wie etwa Aufzügen oder Beladestationen muß für die Fortsetzung der Route eine Identifikation der Container erfolgen. RFID hat sich dafür als hervorragend geeignete Technologie qualifiziert, die Container einwandfrei und sicher identifiziert. Im Gegensatz zu Barcode ist ein RFID-System resistent gegen Verschmutzung, identifiziert ohne Sichtkontakt und bietet eine höhere Speicherkapazität auf dem Datenträger. Die Hersteller der fahrerlosen Transportsysteme sorgen mit ihren Fahrzeugen für einen reibungslosen Transportverkehr durch das Krankenhaus und planen die individuellen Wege der Fahrzeuge. Um den individuellen Weg eines FTS garantieren zu können, sind sie an strategischen Verteilungspunkten auf ein Identifikationssystem angewiesen, das mitteilt, welches Fahrzeug mit welchem Container sich gerade an dieser Gabelung befindet und auf seine weitere Streckenanweisung wartet.
Um die Komplexität, den Steuerungsaufwand und auch die Kosten des FTS überschaubar zu halten, erwartet man ein kompaktes, hochfunktionales Gerät zu minimalen Kosten. Konfiguration des Systems
Jeder Container erhält mittels eines RFID-Transponders eine eindeutige Kennzeichnung. Fahrzeuge und Container befinden sich an verschiedenen Punkten des Krankenhauses in Bahnhöfen, von wo aus sie von den Mitarbeitern online auf ihren Weg geschickt werden.
Sobald ein Fahrzeug an einem Verteilungspunkt ankommt, erfasst ein dort angebrachtes Lesegerät den erkannten Transponder und gibt dessen Information an das Leitsystem weiter. Nach einem Datenabgleich kommt eine Nachricht mit dem weiteren Bestimmungsort des Fahrzeugs zurück. Das FTS setzt sich erneut in Bewegung, der Identifikationsvorgang erfolgt an allen weiteren Verteilungspunkten auf dem Weg zum Bestimmungsort.
Bei fahrerlosen Transportsystemen existieren verschiedene Identifikations-Varianten, auf die mit unter-schiedlichen RFID-Hardware-Lösungen reagiert wird:
1. Transponderanbringung seitlich am Container - der RFID-Reader befindet sich auf entsprechender Höhe an den Identifikationspunkten. Diese erfolgt sobald der Container am Reader vorbeifährt bzw. daneben anhält.
2. Transponderanbringung am Boden des Containers - Reader und Antenne sind im Fahrzeug installiert. Eine Identifikation erfolgt bei der Positionierung des Containers auf dem Fahrzeug.
3. Transponderanbringung am Boden des Containers – in dieser Variante ist der Reader im Schaltschrank und die Antenne im Boden des Gebäudes installiert. Eine Erkennung erfolgt, wenn der Container an den entsprechenden Identifikationspunkten abgestellt wird.
Anforderungen an den RFID Reader
Die Technologie RFID reagiert empfindlich auf metallische Einflüsse in der näheren Umgebung. Daß sowohl Fahrzeuge als auch Container aus Metall gefertigt sind, stellt für die verwendete RFID-Hardware in der am häufigsten vorkommenden Variante 1 eine große Herausforderung dar.
Für diesen Fall ist das verwendete Lesegerät auf die Umgebungsbedingungen angepasst und durch eine spezielle Rückwand gegen die metallische Umgebung abgeschirmt. Alle notwendigen zusätzlichen Komponenten wie Stromversorgung, Antenne oder Sensorikauswertung sind direkt im Lesegerät integriert und minimieren die Installationskosten enorm. Ein einfach zu bedienender Testmodus erteilt Auskunft über die Lesebereitschaft des RFID Geräts. Das Gerät ist somit zu minimalen Kosten konzipiert, aber dennoch mit umfangreicher Funktionalität ausgestattet. Es nimmt wenig Platz in Anspruch und trägt effizient zur Reduzierung der Komponenten und folglich der Kosten des Systems bei. |