RFID Antenne
Eine RFID Antenne besteht aus einer Spule mit einer oder mehreren Windungen und einem Anpassungsnetzwerk. Sie strahlt die elektromagnetischen Wellen ab, die das Lesegerät erzeugt, und empfängt die Funksignale vom Transponder wieder.
Das RFID-System kann so konzipiert werden, dass das elektromagnetische Feld ständig erzeugt wird oder durch einen Sensor aktiviert wird.
Antennen sind ebenfalls in unterschiedlichen Größen und Bauformen erhältlich. Ihre Form und Größe hängt stark von der Umgebung ab, in die das System integriert wird. Auch die gewünschten Lese- und Schreibreichweiten haben Einfluss auf die Bauart.
Gängige Bauarten sind Stab- oder Rahmenantennen. Um größere Lesereich-weiten oder verschiedene Transponder-Orientierungen zu erfassen, können mehrere RFID Antennen pro Leseeinheit angeordnet werden.
Die Antennen unterscheiden sich bei der Technologie nach Aufbau und Funktionsweise, in Abhängigkeit der verwendeten Frequenz.
LF (Low Frequency) – 125 / 134,2 kHz
Hier besteht die Antenne aus einer definierten Anzahl von Drahtwindungen,
aus denen eine bestimmte Induktivität der Antenne resultiert.
Man unterscheidet in Rahmenantennen (Luftspulen) und in Stabantennen
(Spule um Ferritkern). Im Gesamtsystem wird bei diesen Antennen das magnetische Nahfeld verwendet, also die induktive Kopplung.
HF (High Frequency) – 13,56 MHz
Im HF-Bereich besteht die Antenne aus einer oder mehreren Windungen und wird über ein angeschlossenes Tuningboard abgestimmt. Das Material der Antennenwindungen sollte möglichst eine große Oberfläche besitzen, da sich im HF-Bereich die Wellen an der Oberfläche des Leiters ausbreiten und bei größerer Oberfläche mehr Strom durchfließen kann, was die Performance der Antenne beeinflusst. Im Gesamtsystem wird bei diesen Antennen das magnetische Nahfeld verwendet, also die induktive Kopplung.
UHF (Ultra High Frequency) – 865 bis 950 MHz
Hier müssen zwei Arten von Antennen unterschieden werden – Dipol- und Patchantenne. Bei einer Dipolantenne handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Bauform, die aus zwei Polen besteht. Mittig ist der Chip angeordnet und davon seitlich stehen die beiden Antennenpole. Bei einer Patchantenne handelt es sich um eine metallische Fläche, deren Kanten eine definierte Länge haben müssen. Somit wirkt die Fläche als Resonator. Im Gesamtsystem wird bei diesen Antennen das elektromagnetische Fernfeld verwendet, also die elektromagne-
tische Kopplung.









